Blackout im Mondseeland – was dann?

Blackout im Mondseeland – was dann?

Letzte Woche informierten wir euch über die Vorkehrungen und Vorbereitungsmaßnahmen im Falle eines Blackouts - die jede/e Einzelne von uns bereits jetzt durchführen kann.

Es ist nicht die Frage, ob er kommt, sondern wann es zu einem länderübergreifenden, eventuell europaweiten Blackout kommt. Dann steht alles still. Kein Strom, möglicherweise keine Wasserversorgung, Zusammenbruch der Infrastruktur. Das österreichische Bundesheer rechnet binnen fünf Jahren mit einem Blackout. Und auch der österreichische Zivilschutzverband hat seit 2017 den Blackout zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. Sicher ist, dass im Fall des Falles den Gemeindeverantwortlichen eine wichtige Rolle zukommt.

ML24 fragt bei den Gemeinden nach
In der Marktgemeinde Mondsee hat man bereits vor zwei Jahren den Beschluss gefasst, zwei Notstromaggregate um 100.000 Euro anzukaufen. „Damit ist es möglich, im Notfall die Wasserversorgung zu 90 Prozent aufrechtzuerhalten“, sagt Bürgermeister Josef Wendtner. Auch im Seniorenheim könne man einen Blackout mehrere Tage lang überbrücken. Dennoch will man sich in Sachen Katastrophenschutz möglichst breit aufstellen. Wendtner: „Wir arbeiten derzeit gemeinsam mit den Blaulichtorganisationen und anderen Einsatzkräften an einem Kriseneinsatzplan, der auch von anderen Gemeinden des Mondseelandes übernommen werden könnte.“ Für die Bevölkerung gibt es hinsichtlich Bevorratung regelmäßig Tipps in der Gemeindezeitung.

So erschien im Nachrichtenblatt der Marktgemeinde Ausgabe 2/21 im Frühjahr 2021 der Beitrag "Herausforderung Blackout"

Auch in Oberhofen nimmt man das Thema „Blackout „sehr ernst“, wie Bürgermeisterin Elisabeth Höllwarth-Kaiser sagt. Viele Bauern, aber natürlich auch die Feuerwehr hätten Notstromaggregate. „Da sind wir gut aufgestellt.“ Am Gemeindeamt befindet sich neben einer Dauerausstellung über Zivilschutz auch ein Notfallpaket mit Batterieradio, Taschenlampe usw. Was die Wasserversorgung betrifft, so bringt die Quelle am Irrsberg genug Druck für eine Versorgung des Zentrums ohne technische Hilfsmittel, während dies in Laiter im Notfall ohne Pumpe nicht möglich wäre. „Wir werden unsere präventiven Maßnahmen gegen einen drohenden Blackout Zug um Zug weiter verbessern“, verspricht Oberhofens Bürgermeisterin.

Norbert Blaichinger

Lesen Sie kommende Woche über Tiefgraben, Innerschwand, Zell am Moos und St. Lorenz.

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