Stellungnahme von GV Karl Lackner

Stellungnahme von GV Karl Lackner

Ich bin seit vielen Jahrzehnten in der regionalen Politik tätig und habe mich in dieser Zeit stets bemüht, sachlich, konstruktiv und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger von Tiefgraben und des Mondseelandes zu arbeiten. Eine funktionierende Gemeinde und eine tragfähige Zukunft für kommende Generationen waren und sind mir ein großes Anliegen.


Gerade deshalb sehe ich mich veranlasst, einzelne Darstellungen (der Presseaussendung SPÖ & DU / PO Johann Maier) richtigzustellen.

Im Zusammenhang mit der Ausschreibung von Malerarbeiten für die Volksschule Tiefgraben (bei der ich übrigens der einzige einheimische Betrieb war) wird der Eindruck erweckt, es sei zu einer Bevorzugung gekommen. Sogar die Begriffe Freunderlwirtschaft und Machtmissbrauch stehen im Raum. Das ist nicht korrekt.

Mein Angebot enthielt eine zusätzliche Leistungsposition – das Streichen der Decken –, über die beide Bürgermeister und Amtsleitung im Vorfeld informiert waren. In der Sitzung im Dezember 2025 habe ich mich bei diesem Tagesordnungspunkt sofort für befangen erklärt. Nach der Bekanntgabe der jeweiligen Angebotssummen wurde mir auf meine Bitte das Wort erteilt. Auf meine Frage hin war sofort klar, dass die Zusatzleistung in meinem Angebot bei der Angebotsgegenüberstellung nicht gesondert berücksichtigt wurde. In weiterer Folge kam es aufgrund der Unvergleichbarkeit zu keiner Vergabe, weder an mich noch an einen Mitbewerber – der Auftrag ist bis heute offen.

Unabhängig vom konkreten Fall empfinde ich die anhaltenden öffentlichen unsachlichen Vorwürfe und Unterstellungen durch die SPÖ als zunehmend belastend. Das politische Klima in Tiefgraben ist dadurch aus meiner Sicht so angespannt worden, dass eine ruhige, gemeinsame Arbeit immer schwieriger wird. Das bedauern viele Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der ÖVP ausdrücklich.

Mehrfach wurde versucht, offene Fragen in einem gemeinsamen, sachlichen Gespräch zu klären – nicht zur Rechtfertigung einzelner Personen, sondern zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger. Diese Gesprächsbereitschaft fand bislang leider kein Gehör.

Ich halte Kritik für legitim. Unzutreffende Darstellungen und pauschale Vorverurteilungen muss und sollte man sich jedoch nicht widerspruchslos gefallen lassen. Umso wichtiger wäre es aus meiner Sicht, zu einer konstruktiven Gesprächskultur zurückzufinden und politische Verantwortung gemeinsam wahrzunehmen – im Interesse von Tiefgraben und seiner Zukunft. 

In diesem Sinne werde ich zu diesen rufschädigenden Unwahrheiten weitere rechtliche Schritte durch meinen Anwalt prüfen lassen. Gemeindevorstand Karl Lackner

Veröffentlicht am 01.02.2026