Hochmoor Wildmoos muss erhalten werden!

Uns erreichte vor Kurzem eine wunderbare Sammlung an alten Zeitungen aus den 1960er-Jahren.

Das Mondseeland vor 55 Jahren!
Was war damals los? Welche Schlagzeilen gab es damals? Was war damals aktuell?

Der 2. Teil unserer Zeitreise ist eine Bitte zur Erhaltung eines schützbedürftigen Juwels, welches es Gott sei Dank mit seinen zahlreichen botanischen Attraktionen heute auch noch gibt.


Mondsee. In nächster Nähe von Mondsee befindet sich ein schutzbedürftiges Juwel: das Hochmoor bei Wildmoos. Von diesem kann man Gott sei Dank sagen, dass ihm bisher verhältnismäßig noch wenige Wunden geschlagen wurden und die geschlagenen (gemeint ist der Torfstich im Osten des Moores) fast schon wieder vernarbt sind.

Hochmoor WildmoosDie gesamte Öffentlichkeit müsste aber darüber wachen, dass dieses Kleinod nicht mehr weiter angetastet wird. Zu einer radikalen Besinnung auf den Wert dieser unwiederbringlichen Denkmäler urtümlicher Natur in letzter Minute ruft in einem Aufsatz für den Heimatbund „Mondseer Rauchhaus“ der Botaniker Leopold Kiener auf!

Er begründet das Juwel mit der unvergleichlichen Lage dieses Moores, seiner typischen Ausprägung als „Hochmoor“, seiner Entstehungsgeschichte, der herrlichen Pflanzenwelt. Eine besondere Eigentümlichkeit des Moores liegt auch darin, dass die Zwergkiefer (pinus mugo) im eigentlichen Moor in ihrer Ausbildung als Legföhre oder Latsche (susp. Prostata) an den Rändern der Ellipse aber auch als baumförmige Spike (susp. arborea) vorkommt. Im Gegensatz zu der Artenarmut der Moormitte treffen wir gegen den Rand des Moores zu und besonders in seinem Vorgelände eine sehr artenreiche Flora.

An Stelle von Latsche und Spike trifft immer häufiger die Moorbirke auf, gegen Westen vollends geht das baumlose Hochmoor in ein angrenzendes Waldmoor über und neben der schon erwähnten Moorbirke tritt die Fichte mehr und mehr in den Vordergrund. In diesem Teil können als besondere botanische Attraktionen Bestände von Sumpfcalla oder Schlangenwurz sowie ganz wenige Exemplare der Blumenbinse gelten, während an den Rändern des Waldmoores hie und da die blauen Blütenrispen des Mariazell Eisenhutes (Aconitum Lobelianum) aufleuchten.

Das Vorhandensein dieser letzteren Pflanze ist um so bemerkenswerter, als es sich bei ihr um eine ausgesprochene Kalkpflanze handelt, die im Schober- und Drachenwandgebiet häufig anzutreffen ist, und im Vordergrund des Moores, d.h. also im Flysch, eigentlich nichts zu suchen hätte.

Der Bericht stammt aus dem Linzer Volksblatt Nr. 94, vom Samstag, den 23.4. 1966.

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