Innerschwand für leistbares Wohnen

Innerschwand für leistbares Wohnen

„Innerschwand als Inzucht-Gemeinde zu bezeichnen, ist schlicht und einfach ein Blödsinn.“

ML24 sprach mit Bürgermeister Alois Daxinger über das gemeindeeigene Modell für leistbares Wohnen, über die Frage, ob ein Zeller oder Oberhofener auch gute Innerschwandner sein könnten und über die Behauptung, Innerschwand wäre eine Inzucht-Gemeinde.

Mittlerweile gibt es das Baulandmodell für leistbares Wohnen in der Gemeinde Innerschwand seit beinahe 30 Jahren, und es wurde bereits ein paar Mal geändert und angepasst. Das Modell beruht auf einem einfachen Prinzip: Will jemand Grünland in Bauland umwidmen lassen, tritt die Gemeinde auf den Plan und schreibt den Preis (derzeit 90 Euro/m2) vor. Dazu kommen Aufschließungs- und sonstige Nebenkosten, was einen Gesamtpreis zwischen 135 und 150 Euro/m2 ergibt. Der Besitzer des Grünlandes würde knapp das Fünffache des Gründlandpreises bekommen, und trotzdem fiele das Grundstück unter die Kategorie leistbaren Wohnens. Natürlich steht es Grundstückseigner zu, von diesem Deal auch Abstand zu nehmen. Eine Umwidmung wird dann allerdings nicht vorgenommen.

ML24: Wer darf „leistbare“ Gründe kaufen?
Alois Daxinger: Innerschwand hat klar geregelt, wer in den Genuss dieser an sich sehr günstigen Gründe kommen darf. Die Kriterien schreiben einen Hauptwohnsitz in der Gemeinde von mindestens drei Jahren, oder eine Arbeitsstelle in Innerschwand von mindestens fünf Jahren oder die Absicht eines gebürtigen und aufgewachsenen Innerschwandners vor, sich in seiner Heimatgemeinde dauerhaft niederzulassen.

ML24:Kann denn zum Beispiel ein Zell am Mooser oder Oberhofener kein guter Gemeindebürger werden, weil er von vornherein vom Grundstückskauf ausgeschlossen ist?
Daxinger: „Natürlich kann jeder ein guter Gemeindebürger sein. Aber ich sage es ganz offen: Wir haben nicht die Möglichkeiten, um alle Interessenten bedienen zu können. Derzeit haben wir sechs Parzellen zu vergeben, aber acht oder neun Bewerbungen allein aus Innerschwand. Und dazu kommen 30 bis 35 Interessenten aus anderen Gemeinden, die wir natürlich auch in unsere Warteliste aufnehmen.“

ML24: Also Innerschwand eine Inzucht-Gemeinde?
Daxinger:
„Ich kenne diesen Vorwurf. Das zu behaupten ist schlicht und einfach ein Blödsinn. Wir nehmen nur unsere Verpflichtung wahr, Gemeindebürgern, die das wollen, die Möglichkeit zu geben, hier zu leistbarem Wohnen zu kommen.“

Im Übrigen setzt Bürgermeister Daxinger auf breite Informationspolitik. Im Originalton: „Bei allen größeren Bauprojekten laden wir die Anrainer (nicht nur die unmittelbaren!) zu einer Präsentation ein, bei der Bedenken geäußert, aber auch konstruktive Vorschläge gemacht werden können. Das hat sich bestens bewährt.“

Norbert Blaichinger

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