Junge Feuerwehrkräfte absolvieren Heißausbildung unter Realbedingungen

Am Mondseeberg absolvierten junge Atemschutzträger kürzlich eine praxisnahe Heißübung. Dabei diente ein Abrisshaus als Übungsobjekt, in dem unter kontrollierten Bedingungen mit echtem Feuer gearbeitet wurde. Ziel der Übung war es, das Vorgehen unter Atemschutz zu trainieren und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln.

Atemschutztraining unter realistischen Bedingungen

Organisiert wurde die Ausbildung von Abschnittsausbildungsleiter Daniel Weber. Im Keller des Gebäudes wurde gezielt Rauch erzeugt, während im ehemaligen Heizraum ein kontrolliertes Feuer entfacht wurde. Schwerpunkt der Übung waren das taktisch richtige Vorgehen unter Atemschutz, die Orientierung in stark verrauchten Räumen, das Verhalten bei Atemschutznotfällen sowie die Zusammenarbeit innerhalb des Trupps.

Zum Schutz der Einsatzbekleidung kamen spezielle Überwürfe zum Einsatz, die von der Berufsfeuerwehr Salzburg bereitgestellt wurden. Nach den Übungen wurde das Gebäude fachgerecht belüftet.

Überwachung und Lagekontrolle aus der Luft

Die Drohnengruppe des Feuerwehrabschnitts unterstützte die Übung mit einer Wärmebildkamera. So konnten Temperaturentwicklungen laufend überwacht und mögliche Glutnester frühzeitig erkannt werden. Die gewonnenen Bilder wurden in Echtzeit an Einsatzleiter Johannes Schwaighofer übermittelt, um ein vollständiges Lagebild zu gewährleisten.

drohnenbild

Abschluss und Kontrolle

Nach Beendigung der Übung wurde das Feuer vollständig gelöscht. Eine abschließende Kontrolle mit der Wärmebildkamera stellte sicher, dass keine versteckten Hitzequellen zurückblieben.

Insgesamt waren 55 Einsatzkräfte der Feuerwehren Tiefgraben, Mondsee und Guggenberg im Einsatz. Die Übung verlief planmäßig und ohne Zwischenfälle. Besonders geschätzt wurde von den Teilnehmern die seltene Gelegenheit, unter realen Bedingungen mit echtem Feuer zu trainieren.

Foto: C. Stoxreiter

Veröffentlicht am 03.03.2026