„Gegen die Bezeichnung ,Hütteldorf‘ für Mondsee verwahre ich mich entschieden.“

„Gegen die Bezeichnung ,Hütteldorf‘ für Mondsee verwahre ich mich entschieden.“

Norbert Blaichinger im Gespräch mit Mondsees Bürgermeister Josef Wendtner über die Bauentwicklung in Mondsee, Umwidmungen und die Frage, warum er die Bezeichnung Hütteldorf für Mondsee ablehnt.

„Umwidmungen von Gründland in Bauland wird es mit mir nicht mehr geben“, bekennt der Mondseer Bürgermeister, der allerdings auch weiß, dass er dazu die Unterstützung des Ortsparlaments brauchen wird. Nachsatz: „Außer eine Umwidmung wäre im öffentlichen Interesse.“ Womit er Infrastrukturprojekte wie Schulen, Hotel oder etwa ein Seniorenheim meint.

In Mondsees Baupolitik sei Vieles hinterfragenswert, sagt Wendtner, man kämpfe derzeit mit einer völlig falschen Entwicklung. Und: „Wohnen in Mondsee ist etwa für junge Familien einfach nicht leistbar. Ich wundere mich aber, dass trotzdem die Wohnungen und Häuser immer noch Käufer finden.“ Eine Erklärung habe er, Wendtner, dafür auch parat. Es gebe einfach viele Menschen mit Geld, die Wohnungen als Wertanlage nutzen und auch gar nicht vermieten wollen. Damit entsteht ein Kuriosum: Nutzbarer Wohnraum, der als solcher nicht genutzt werden kann.

Thema Bauen ist größte Herausforderung.
„Das Thema Bauen ist die größte Herausforderung für einen Bürgermeister, sagt Wendtner. So habe er zum Beispiel bis dato keine offizielle Information, ob das Leitnerbräu wirklich verkauft sei, an wen, und welche Absichten hinter einem solchen Deal stecken. Im Originalton: „Wenn da wirklich Wohnungen hinein kommen sollen, kann ich nur schauen, dass die Bauordnung streng eingehalten wird, die Höhen und die Fassaden nicht verändert werden. Aber sonst?“ Wendtner zuckt mit den Schultern. Oft würden die Leute meinen, der Bürgermeister könne alles verhindern und alles erlauben. Dem sei aber schon lange nicht mehr so. Er habe auch kein Problem damit, wenn die erste Bauinstanz an die Bezirkshauptmannschaft übertragen würde. „Ich würde mir damit 80 Prozent meiner Probleme als Bürgermeister ersparen. Im Übrigen werden alle Bauansuchen dem Bauausschuss vorgelegt.“

Das Problem der alten Häuser.
Die wenigen Reste an Bauland in der Marktgemeinde würden ihm nicht das größte Kopfzerbrechen bereiten, so der Mondseer Bürgermeister. Es seien die alten Häuser, die oft auf sehr großen Grundstücken stehen. Da bestehe das Interesse von Bauträgern, größeren Wohnraum zu schaffen. Und was man so hört, dürfte da auch großzügig abgelöst werden.
Trotzdem: Mondsee ein ,Hütteldorf‘ zu nennen, das sei zwar journalistische Freiheit, aber realitätsfern. Wendtner: Gegen diese Bezeichnung verwahre ich mich entschieden.“

Norbert Blaichinger

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