Riesner feiert 80er

Mondseer Lokalhistoriker feierte am 2. Jänner seinen 80. Geburtstag.

Er sei „ein Mensch mit vielen Interessen gewesen“, sagt Herbert Riesner, und diese Einstellung zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Umtriebig bei gleichzeitig hoher Fachkompetenz war er immer, und als Kenner der Klostergeschichte und jener des Mondseelandes genießt er einen hervorragenden Ruf.
Eine beeindruckende Lebensbilanz.

Beinahe alles, wofür sich Herbert Riesner engagierte, wurde zu einer Erfolgsgeschichte. Als freigestellter Betriebsratsvorsitzender bei PORSCHE Salzburg genoss er einen ebenso guten Ruf wie als VP-Fraktionsvorsitzender der VP im Gemeinderat und Vizebürgermeister der Marktgemeinde Mondsee. Die Pfarrkirche wurde unter führender Mithilfe Riesners zur Basilika minor aufgewertet. Auch im kulturellen Bereich engagierte sich Herbert Riesner, von der OÖ. Landesregierung mit dem Titel „Konsulent“ ausgezeichnet, über Jahrzehnte. Einzig sein zweijähriger Vorsitz des Heimatbundes stand nicht unter einem guten Stern. Riesner in einem Interview mit den OÖNachrichten im Jahr 2015: „An den handelnden Personen lag es nicht. Aber am Ende meines zweijährigen Vorsitzes stand Frustration, weil es so viele strukturelle Probleme gab, die nicht zu lösen waren.“
Herbert Riesner könnte viel erzählen über die Geschichte Mondsees, seine Zeit als Kommunalpolitiker, die er bis 1996 ausübte, über die Pan-Europas-Bewegung, über Begegnungen mit Otto Habsburg, über sein Hobby, das Filmen und Fotografieren und nicht zuletzt über sein jüngstes Projekt, die Kulturplattform www.mondsee-kultur.at. Eines der wichtigsten Projekte wahrscheinlich im Mondseeland und ein Schritt in die Zukunft moderner Museumspädagogik.

Bürgermeister Josef Wendtner wird Herbert Riesner, den Wendtner einen „unglaublich fleißigen und erfolgreichen Arbeiter für Politik und Kultur im Mondseeland“ nennt, zum Jubeltag besuchen. Riesner selbst wird am 2.1. nicht nach großen Feiern zumute sein. Fix ist der Besuch der Heiligen Messe für seine im November verstorbene Frau Maria, der er posthum Rosen streut. „Ohne sie wäre viel in meinem Leben nicht möglich gewesen.“

Norbert Blaichinger