Der Glaube braucht auch persönliche Zeichen

Ein ML 24-Ostergespräch über Kreuz und Kreuzzeichen mit den Seelsorgern Ernst Wageneder (Pfarre Mondsee) und Mirko Ivkic (Pfarre Zell am Moos-Oberhofen).

Wie steht es mit den religiösen Ritualen im Mondseeland gerade jetzt zu Ostern?
„Religiöse Devotialien sind immer sehr beliebt, wir sehen das am Verkauf im Klosterladen“, sagt Pfarrer Ernst Wageneder. Und der Glaube müsse auch geschaut werden können, egal wie, so der Seelsorger. Manche bevorzugen zuhause das Kreuz im Herrgottswinkel, andere Heiligenbilder oder auch Kerzen. Allerdings sei in der Pfarre Mondsee festzustellen, dass das Kreuz oder die Segnung des Hauses oder der Wohnung langsam weniger würden.

Da brauche es einen Anstoß, den Wageneder gern anlässlich von Hochzeiten oder Taufen gibt. Im Originalton: „Ich sage, dass ich gern ins Haus komme, damit wir gemeinsam Tauffotos oder Hochzeitsbilder ansehen, und dabei könnte man ja auch das Haus oder auch in den Räumen befindliche Kreuze segnen. Die meisten steigen gern darauf ein.“

Weihen und Segnungen
Die Speisenweihe zu Ostern ist eine besondere Form eines religiösen Rituals. Wageneder hält es für sehr wichtig, „denn es ist da das erste gemeinsame größere Frühstück nach der Fastenzeit“. Man segne dieses Geschenk der Mutter Erde, aber nicht nur die Gaben, sondern auch die Menschen, die damit verbunden sind. Auch Segnungen von Tieren, Motorrädern (in Schwarzindien gewöhnlich Anfang Mai) oder Autos seien „weit mehr als rituelle Tradition“. Den Segen Gottes könne man in allen Lebenslagen brauchen.

Mirko Ivkic: „Das Kreuzzeichen ist das Zeichen aller Zeichen.“
„Ja, es hat sich etwas verändert“, sagt auch der Pfarrer von Zell am Moos und Oberhofen, Mirko Ivkic. Den traditionellen Herrgottswinkel gebe es immer weniger, und anstatt des Gekreuzigten würde in immer mehr Haushalten ein mit Blumen oder Kerzen umrahmtes Familienbild platziert. Grundsätzlich würde ein sichtbar platziertes Kreuz genügen, aber: „Der Glaube braucht auch persönliche Zeichen“, sagt Mirko Ivkic. Und das Kreuz sei das Zeichen aller Zeichen und stehe für Liebe, Hoffnung und Erlösung.

Pfarrer Mirko lädt ob des sinkenden Bewusstseins für Rituale rund um das Kreuz ein: „Ich komme gern, wenn man mich zu Segnungen von Häusern oder Wohnungen einlädt.“ Und auch er erinnert an die Bedeutung des Kreuzes: „Es ist ein Bekenntnis und steht für Versöhnung und Schutz.“

Die vier Formen des Kreuzzeichens:

  • Das große Kreuzzeichen:
  • Bei Dank, Betroffenheit und am Beginn jedes Gebetes.
  • Das kleine Kreuzzeichen (mit dem Daumen auf die Stirn, die Lippen und die Brust):
    Als liturgische Handlung vor dem Evangelium, auch bei Tisch vor dem Essen.
  • Das kleine Kreuzzeichen (nur auf die Stirn):
    Bei Kranken (etwa mit dem Zusatz: Gott segne dich!) und generell nach den Regeln des allgemeinen Priestertums.
  • Kreuzeichen, mit dem der Priester die Pfarrgemeinde segnet (dem Priesteramt vorbehalten).
Norbert Blaichinger

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FDW KW 14/15/16-21: Unabhängig der Finanzierung: Sollte der Bau oder das Bestehen eines Jugendzentrums in Mondsee in Frage gestellt werden?
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