Projekt: Seehotel – Robert Baum Promenade 1

Am Donnerstagabend (25.8. - 19:00) fand in der Galerie Mondsee ein Informationsabend zu dem geplanten Hotelprojekt an der Seepromenade Mondsee statt. 

Geladen hatte die Marktgemeinde Mondsee. Außerordentlich gut besucht war er 299378786 431597565672634 802111493966768145 ntatsächlich, dieser Abend, wenn man bedenkt, dass die Einladung erst einen Tag vor dem Termin an die Gemeindevertreter verschickt wurde – und diese, für die BürgerInnen fast unauffindbar, in der Tiefe der GEM2GO App steckte.

Vom großen Interesse äußerst überrascht, meinte Bürgermeister Wendtner bei seinen Eröffnungsworten: „Ja, hätte man das nur erahnen können, hätte man sich im Vorfeld sicherlich um ein Mikrofon und Lautsprecher bemüht.“ So musste man in der mit um die 120 Menschen gefüllten Galerie Mondsee halt die Ohren spitzen.

Im März 2021 wurde das Seecafé an den Seniorchef Anton Hargassner verkauft ... wir berichteten. Nun ist das Projekt präsentationsreif.

Anton Hargassner junior und Architekt Franz Maul führten durch den Abend. Im Wesentlichen wurden die Grundrisse und Pläne der neuen Anlage inklusive einer Visualisierung des zukünftigen Bildes an der Seepromenade präsentiert. (Die Visualisierung entspricht nicht exakt dem letzten Planungsstand).

Geplant sind eine Restaurierung des zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Seerestaurants inkl. Wintergarten und in der Verlängerung - Richtung Segelschule - wird ein modernes Objekt mit Küche, Restaurant, Terrassen und Gästezimmern entstehen. Im Anschluss an dieses Objekt (getrennt davon) ist noch ein Gästehaus mit eigenem Seezugang geplant. Versetzt wird auch der jetzt schon bestehende Kiosk, um besser in das gesamte Areal integriert werden zu können. Auch eine PV-Anlage auf dem Dach des Neubaues ist vorgesehen.

In Summe werden es 8 Zimmer / 16 Betten - 3 davon im bestehenden „Seerestaurant“ – und eine Schiffsanlegestelle für 4 Boote, nebst Restaurantflächen (drinnen und draußen) im Bestandsobjekt als auch im Neubau. Architekt Maul berichtete über die vielen sehr speziellen Herausforderungen, so müsse man mit dem gesamten Niveau des Neubaues 1,25 m über dem Wasserspiegel sein. Diese sehr schwierigen und wenig planbaren Fundament-Arbeiten haben auch zu dem Wunsch geführt, den sommerlichen Baustopp, der normalerweise in Mondsee gilt, nicht einhalten zu müssen – und mit Start im September 2022 in einem „Rutsch“ den Bau des Projektes durchführen zu wollen. Dies wurde seitens der Gemeinde bereits genehmigt.

Anton Hargassner junior betonte auch, dass man sehr bemüht sei, die Baustelle mit Rücksicht auf den Kinderspielplatz sowie die laufenden Geschäfte der Segelschule Mondsee zu führen. Mann wolle hier nicht nur ein Hotel für die Sommer-Saison erschaffen, sondern auch einen Ganzjahresbetrieb für die einheimischen Gäste verwirklichen. Pächter gibt es aktuell noch keinen, hier ist man noch auf der Suche nach engagierten Gastronomen.

Im Anschluss an die Präsentation wurden noch diverse Fragen beantwortet. Eine, die vielen Zuhörern wohl auf der Seele brannte und die von der grünen Gemeinderätin Brigitta Mayr gestellt wurde: "Ob denn sicher auszuschließen sei, dass im Laufe der Zeit hier nicht das Tourismuskonzept aufgegeben werden würde und dann daraus exklusive Wohnungen direkt am See entstehen könnten?" Hargassner meinte dazu, man sei motiviert, hier einen Platz für Gäste, Feste und Feiern zu schaffen – und das ganzjährig. Hätte man nur den kurzfristigen Profit vor Augen – würde man dies wohl anders planen.

ML24.at