Heimische Schmankerl in Neuseeland

Mondseer verwöhnen „KIWIS“ in Neuseeland mit Schmankerln aus der Heimat.

ML 24 im Skype-Interview mit Herwig (65) und Theresa (55) Meingast, die seit 2013 in Wellington, Neuseeland, „KIWIS“ mit österreichischer Kulinarik verwöhnen. Teil 1

ML 24: Liebe Theresa, lieber Herwig, wie geht es euch aktuell, wie ist die Situation mit Corona?

Theresa und Herwig: Danke, es geht uns sehr gut hier im Moment. Corona kennt ja bekanntlich keine Grenzen, aber es ist natürlich viel einfacher, zwei Inseln im Südpazifik zu kontrollieren als einen Binnenstaat wie Österreich. Wir hatten hier letztes Jahr einen Lockdown für sechs Wochen, und das war es dann schon im Großen und Ganzen.

ML 24: Wie seid ihr eigentlich nach Neuseeland gekommen?

Theresa und Herwig: 2007 sind wir mit unseren Kindern Marie und Sebastian und vier Koffern nach Melbourne gezogen, um uns einen Traum zu erfüllen. Nach fünf Jahren, als unsere Visa abliefen und die Kinder ihren Schulabschluss hatten, kamen wir wieder für ein Jahr zurück nach Österreich. Im November 2013 reisten wir dann mit unseren Kindern über Südafrika und Australien zu unserem Endziel nach Wellington, Neuseeland.

ML 24: Was macht die Lebensqualität in Neuseeland aus? Und was ist der Unterschied zu Österreich?

Theresa und Herwig: Ein ganz wesentlicher Unterschied zu Österreich ist die work-life-balance. Freizeit wird hier ganz großgeschrieben. Man ist bereit, auf einige Dinge zu verzichten, nur auf seine Freizeit nicht. Natütrlich gibt es auch hier workaholics, aber der Großteil der Bevölkerung liebt es eher entspannt. Die Leute hier sind kreativ und erfinderisch. Second hand shopping ist genauso angesagt wie kleine Designer Labels. Da verschiedene Markenriesen den Weg nach Neuseeland noch nicht gefunden haben, gibt es hier sehr viele kleine Produzenten und Geschäfte. Auf das sind die KIWIS, wie sie sich selbst nennen, besonders stolz und unterstützen die heimische Wirtschaft, indem sie lokal kaufen.

ML24: Ihr betreibt eine Bäckerei, ein Cafe und eine Bar sozusagen in einem und präsentiert in eurem Sortiment ein Stück Österreich... Brooklyn Deli

Theresa und Herwig: Brooklyn Deli – Austrian Bakery – Cafe and Pantry heißt unser Unternehmen, und der Name erklärt sich so: Brooklyn ist ein Stadtteil hier von Wellington und DELI ist eine Kurzform von Delikatessen und Pantry heißt so viel wie Vorratskammer, da wir ja auch Feinkost, Nudeln, Aufstriche und Wurstwaren zum Verkauf anbieten. Wir sind keine klassische Bäckerei oder Kaffeehaus, wie wir es von Österreich kennen. Die Leute gehen hier fast täglich frühstücken oder zum Brunch. Wir haben den ganzen Tag Küche, und eine Schnitzelbestellung um halb neun Uhr früh ist nichts Besonderes, und ein Frühstück mit pochierten Eiern um drei Uhr am Nachmittag ist normal. Die Leute kommen auch zum Einkaufen oder um jemanden zu treffen, um Kaffee zu trinken oder ihn mitzunehmen.

ML 24: Ihr habt ja auch ein Stück österreichischer Kulinarik nach Neuseeland gebracht: Wiener Schnitzel, Rindsgulasch, Kaiserschmarrn oder Tiroler Gröstl. Was kommt denn am besten an bei den Einheimischen?

Theresa und Herwig: Die österreichische Küche ist bei allen sehr beliebt, und die KIWIS sind begeistert von den Speisen, egal ob Schnitzel oder Tiroler Gröstl. Wir haben sehr viele Stammgäste, die jede Woche zweimal auf ein Schnitzel kommen. Auch viele Österreicher und Deutsche kommen regelmäßig, um sich mit Brot, Liptauer, Apfelstrudel, Ischler Keksen, Buchteln mit Vanillesauce und sonstigen Schmankerln einzudecken.

ML 24: Welche weiteren Pläne habt ihr eigentlich noch? Beruflich und privat?

Theresa und Herwig: Also, unser nächstes Abenteuer ist schon in Vorbereitung. Wir sind wieder bereit für eine Veränderung. Das bringt natürlich auch einen Ortswechsel mit sich.

Lesen Sie demnächst: Über Heimweh, Mondsee, Freunde und Erinnerungen.

Interview: Norbert Blaichinger
(Das Gespräch wurde im März 2021 geführt. Es ist autorisiert.)

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